Göltzschtalbrücke
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| Die größte aus Ziegeln errichtete Brücke der Welt. |
Informationen
Zur Geschichte der Brücke, zu Sehenswertem in der Umgebung, zu Wanderungen, zu Gaststätten, zu Beherbergungen uvm. Täglich ab 10.00 Uhr am Infopunkt Parkplatz 1 an der Göltzschtalbrücke durch die Mitarbeiter des Fremdenverkehrsverein "Nördliches Vogtland".
Ein „Muß“ für Gruppen sind unsere interessanten, kompetenten, in lockerer Form vorgetragenen Ausführungen vor der größten Ziegelbrücke der Welt, zu dem Baugeschehen vor über 150 Jahren. Gesamtaufenthalt ca. 50 Minuten (mind. 30 Minuten) Preis 1,50 €/ Pers. mindestens 15,00 €. Auf Voranmeldung für jeden gewünschten Termin möglich!
Telefon: 03765/392808
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Die Führung geht über ca. 300 m vom befestigten Parkplatz 1 mit öffentlichem WC aus, bis unmittelbar unter das Viadukt oder direkt am Parkplatz 1 auf dem „Fotopunkt“.
Infopunkt des Fremdenverkehrsverein an der Brücke
Geschichte:
Eine der größten Sehenswürdigkeiten des Vogtlandes überspannt den Fluß Göltzsch, die Göltzschtalbrücke. Sie ist die größte aus Ziegeln errichtete Brücke der Welt und sie entstand in einer Zeit, wo andernorts Brücken mit 30 m Höhe wegen fehlender Kenntnisse in der statischen Berechnung kurz vor ihrer Fertigstellung in sich zusammenbrachen. Durch den Bau der Eisenbahnstrecke Leipzig - Nürnberg mußte sich das Sächsisch - Bayrische Eisenbahn - Unternehmen mit der Errichtung von zwei Brücken beschäftigen, die für die damalige Zeit beispiellos in ihrer geplanten Größe waren. Die Suche nach einem anderen Schienenverlauf blieb erfolglos. So wurde ein Preisausschreiben veranstaltet, an dem sich viele Techniker aus Deutschland beteiligten. Aber alle eingesandten Entwürfe hatten einen entscheidenen Mangel. Keine der Konstruktionen war wissenschaftlich berechnet. Die Entwürfe sind aus dem Gefühl heraus entstanden und keiner konnte sagen, wieviel die fertige Brücke tragen würde bzw. ob sie die entstehenden Vibrationen verkraften kann.
So beauftragte man Prof. Andreas Schubert mit der statischen Berechnung. Er war gleichzeitig der Leiter einer Bausachverständigengruppe, die für den Brückenbau eingesetzt war und hatte sich schon seit längerem mit der Berechnung von Brücken beschäftigt. Es fehlten ihm nur noch einige Versuche um seine Theorie zu bestätigen. Die Eisenbahnverwaltung stellte ihm daraufhin die benötigten Mittel zur Verfügung. 1846 war dann Baubeginn. Die Baupläne mußten aber noch einmal geändert werden, da man bei der Pfeilergründung an der Talsohle nicht auf festen Boden stieß, ein weiteres Graben zu aufwendig wurde und auf technische Schwierigkeiten stieß. So erfolgte eine Auflockerung der anfangs gleichförmig geplanten Bögen durch zwei große. 1851 konnte die Brücke der Öffentlichkeit übergeben werden. Am Bau waren durchschnittlich 770 Arbeiter beschäftigt.
 Grundsteinlelgung der Göltzschtalbrücke 1846 |
 Spottbild - Krise des Baues der Brücke 1846/47 |
 Der Werkplatz Göltzschtal im Frühjahr 1847 |
"Schaut an, schaut an das Meisterstück, Das Achte Weltwunder, die Göltzschtalbrück! Wie hat es der Meister so klüglich erdacht Und drüber gesonnen bei Tag und bei Nacht! Und schaut man sie von unten und oben, Das herrliche Werk muß den Meister loben. Wohl dröhnte der Hammer, wohl krachte das Beil, Es schwang zur unendlichen Höh' sich das Seil, Wohl floß von den Wangen der glühende Schweiß; Denn Sonne und Arbeit - sie machten und heiß. Drum töne ein Vivat von nah und von fern Den wackern Arbeitern am Brückenbau, Der hoch sich wölbt zu des Himmels Blau! Ein Vivat der Eisenbahn! Vivat der Brücke! Daß das Werk wir vollenden zu Freude und Glücke und unsre Enkel noch rühmen laut, Das wir die Göltzschtalbrücke erbaut!"
Auszug aus dem Weihespruch anläßlich der Schlußstein- legung am 14. September 1850.
Zahlenspiegel
| Höhe |
78 m |
| Länge |
574 m |
| Größte Spannweite eines Bogens |
30,9 m |
| Bauarbeiter (bis) |
1736 |
| Verwendete Ziegel |
26.021.000 Stk |
| Sandverbrauch |
17.089 m³ |
| Gesamtumfang des Mauerwerkes* |
135.676 m³ |
| Ziegelmauerwerk* |
71.671 m³ (= 52,83 %) |
| Werksteinmauerwerk* |
48.261 m³ (= 35,57 %) |
| Bruchsteinmauerwerk* |
15.745 m³ (= 11,60 %) |
| Holz für Gerüste und andere Zwecke |
ca. 23.000 Stämme |
| Baukosten |
ca. 2.200.000 Taler (6.600.000 Goldmark) |
| *Stand von 1851 |
Frühere Gedenktafel an der Brüstung der Brücke
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